Video by Alina Oswald

Music produced by Alina Oswald

Models: Katarina Henning, Sophia O´David

Feminei Sexus - Die Weiblichkeit

 

Eine Energie, welche jedes Wesen auf dieser Welt in sich trägt. Sie beschreibt nicht das Geschlecht des biologischen Körpers, sondern einen nicht genau definierbaren Anteil des Seins, welcher in jedem körperlichen System zu finden ist.

 

In der Gesellschaft werden dem Wort „Weiblichkeit“ kulturell, politisch und religiös bedingt unterschiedliche Eigenschaften zugeordnet. Sei es das Emotionale, das Sensible oder das Empathische. Wir Menschen bedienen uns durch unserer Sprache an Hilfsmitteln, um Energien oder Gefühle zu definieren oder zu benennen, jedoch möchte ich diesem Wort keine genaue Definition geben.

 

Vielmehr möchte ich darstellen, wieviele Facetten die Weiblichkeit hat, dass sie in jedem Wesen vorhanden ist und es unendlich viele verschiedene Möglichkeiten gibt, diese Energie zu zeigen und zu leben.

 

Immer mehr wird der Prozess der Aufhebung des Geschlechts spürbar. Durch die Medizin und den gesellschaftlichen Wandel ist es uns möglich, das körperliche Geschlecht zu wechseln und dem der inneren Energie, welche einen höheren Anteil in uns hat, anzupassen. Auch wird in der westlichen Kultur immer mehr akzeptiert, dass der Mensch nicht in Kategorien einzuordnen ist und sexuelle Neigungen und die Identifikation des Geschlechts frei und wandelbar ist. Der Zustand, dass das Geschlecht nicht mehr offiziell angegeben werden muss und ein Outing überflüssig ist, wird von vielen Menschen vorangetrieben und erkämpft. Auch eine Benennung der sexuellen Orientierung wäre nicht mehr nötig. Man lebt einfach als sexueller Mensch, unabhängig von Schubladen, Benennungen und Geschlecht.

 

Die Stellung der Weiblichkeit und der Frau in der Gesellschaft war zu Beginn der Menschheit eher funktional verteilt. Jedoch hat der Mann durch das sesshaft werden die Frau in seinen Besitz mit einbezogen. Damit entstand das Gefälle der Geschlechter. Die Frau wurde zur Haus-Frau und ihr wurden Rechte entzogen, welche in dieser Zeit erst entstanden. Somit sind auch die zugeordneten Eigenschaften der Weiblichkeit in Verruf geraten. Gleichzeitig wurden dem Mann durch Erziehung und Prägung die Weiblichkeit in ihrem Inneren entzogen. Du darfst nicht weinen, du musst stark sein. Durch die Unterdrückung der Weiblichkeit im Mann, kompensierte der Mann mit Unterdrückung der Weiblichkeit der Frau seinen eigenen Mangel.

 

Diese Muster ist in fast jeder Kultur, auf jedem Ort der Welt und in jeder Religion zu finden. Die Frau musste sich über Jahrhunderte ihre Rechte erkämpfen, um eine Gleichberechtigung zu erschaffen. 

 

 

Das Christentum prägte das Bild der Frau und der Weiblichkeit ausschlaggebend. Die Weiblichkeit wurde als vernichtende und verführerische Kraft dargestellt. Der Mann musste stark genug sein, um ihnen erhaben zu sein. Somit ging es um Kontrolle der Frau und ihrer Energie. Die Weiblichkeit wurde auch immer mit Sexualität in Verbindung gebracht und diese war und ist im Christentum verpönt. Der christliche Mann beispielsweise musste über Jahrhunderte seine weibliche Energie, welche er in sich hatte und auch seine Sexualität als Ganzes so unterdrücken, dass abertausende Kindesmissbrauche dabei herauskamen. So ist es heute noch. Auch definieren sie Homosexualität als Krankheit, welche geheilt werden muss. Diese extreme Gegen-Position spricht für ihre unterdrückte Weiblichkeit, sie sehen die „Krankheit“ in sich selbsSogar im Buddhismus findet man Schriften, welche die weibliche Kraft als schwächere bezeichnet. Man schrieb, es sei ein Zeichen schlechten Karmas als Frau wider geboren zu werden. Eine Frau zu sein bedeutet eine Welt des Leidens und Begehrens, und diese Welt galt es zu überwinden bis man als Mann wieder geboren wurde.

 

Buddha selbst sah die Frau als ebenwürdiges Geschlecht an. Er wollte sogar, dass die Frau das Oberhaupt einer jeden Familie darstellt, jedoch wurden seine Ansichten nie umgesetzt oder gelebt. Jedoch hat sich der Buddhismus an die westlichen Werte angepasst und sprach sich für die Gleichberechtigung aus.

 

In der muslimischen Welt zeigt sich wohl an vielen Orten die Diskriminierung der Frau am meisten. Der Koran besagt zwar, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind, jedoch werden einige Stellen der Schriften so ausgelegt, als stünde der Mann über der Frau. Auch spielen Traditionen eine große Rolle, welche die Gesellschaft viel mehr prägt als der Koran und die Religion. So heißt es für viele Frauen, kein Recht auf Bildung, Verschleierungs-Pflicht, kein Recht auf Scheidung, Gewalt durch den Mann und viele weitere Einschränkungen.

 

Was die Homosexualität angeht, war die musimische Welt nie Homophob, bis zur Zeit der Kolonialisierung, welche die westlichen Ansichten mitbrachten. Ab dann galt Homosexualität als Unzucht (dies geschah in einigen Kulturen so). Der Koran macht keine eindeutigen Aussagen über die Homosexualität. Jedoch wird sie bis heute gesellschaftlich abgelehnt. Für mich bedeutet das, dass Männer die weibliche Energie in sich nicht zulassen dürfen.

 

Auch die Hexenverfolgung in der frühen Neuzeit, in der 3 Millionen Menschen (größtenteils Frauen) umgebracht wurden zeigt, dass die Gesellschaft Angst vor der weiblichen Energie oder unerklärlichen Energien hat. Dies entstand durch die männliche Führung der Politik des Patriacharts.

 

Im Kongo nutzt die Wirtschaft und deren Kriminelle die Unterlegenheit des weiblichen Körpers als Kriegswaffe. Es geht um Rohstoffe. Und um diese zu bekommen, werden tausende Frauen jeden Tag vergewaltigt und verstümmelt. Männer greifen das wichtigste Glied der Fortpflanzung und der Gesellschaft an und zerstören es. Die Frauen. Damit die westliche Welt weiterhin im Luxus ihrer Smartphones und Laptops leben kann.

 

Anhand dieser Beispiele möchte ich die weltweite Unterdrückung und Schadung der weiblichen Energie aufzeigen. Auf welche Art und Weise es auch immer geschieht, ob im Jetzt oder in der Vergangenheit, ob aus wirtschaftlichen, religiösen oder gesellschaftlichen Gründen, die Ablehnung der weiblichen Energie ist vorhanden.

 

Durch Fotografie kann man Geschichten erzählen, auf Dinge aufmerksam machen und genau dies möchte ich tun.

 

Meine Serie wird sich mit der Weiblichkeit in verschiedenen Facetten beschäftigen. Frida Kahlo spielt hier eine wichtige Rolle. 

 

Frida als Repräsentation. Den Unterleib durchbohrt, mal Anzug, mal Blumen tragend, verwandelt sie Schmerz in ehrliche, starke Welten. Die Essenz der Frida ist in uns allen. Sie vereint die Vielfalt der Weiblichkeit. Die Wiedergeburt dieser Energie ist im Gange und befreit sich.t und wollen diese auslöschen.